Plakette mit dem Bildnis Johann Friedrich Böttgers

Maße: Durchmesser 9,5 cm
Datiert: wohl nach 1719
Preis: auf Anfrage

Heinrich Friedrich Wermuth zugeschrieben

Nach Modell von François Coudray

Runde Plakette, Stahl. Zeigt auf fein punziertem Fond das Reliefbildnis des Chemikers und "Erfinders des Meissener Porzellans", Johann Friedrich Böttger.

Zu Ehren Johann Friedrich Böttgers (1682 - 1719) fertigte der sächsische Hofbildhauer François Coudray (1678 - 1727) nach dessen frühem Tod das Modell einer Medaille mit Böttgers Konterfei. Eine um 1723 - 25 datierte Ausführung in rotem Böttgersteinzeug befindet sich heute in der Sammlung Schlossmuseum Gotha (Inv. Nr. St 6).
Die hier gezeigte Version in Stahl ist exakt so groß wie die aus Böttgersteinzeug, nur ohne Beschriftung, und so fein gegossen und ziseliert, dass man von einem Objekt aus der Lebzeit Coudrays ausgehen kann.
Möglich wäre, dass es sich um das Modell zur Böttgersteinzeug-Plakette handelt, oder auch, dass eine Prägung in Metall geplant war, aber niemals zur Ausführung kam.
Ein Vergleichsstück in Stahl mit dem Bildnis des sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. befindet sich im Bestand SKD, Münzkabinett, unter Inv.-Nr. BGE8985. Diese in der Gestaltung und Ausführung sehr ähnliche Medaille stammt vom Medailleur Heinrich Friedrich Wermuth und wird um 1739 datiert.
Die Tatsache, dass eine derartige Medaille auch mit dem Bildnis Böttgers existiert, führt eindrucksvoll vor Augen, welche Bedeutung die Zeitgenossen seiner Person beimaßen.

Die DDR feierte 1982 den 300. Geburtstag Böttgers mit einer veränderten Auflage des Modells in weißem Porzellan.

Bei der hier angebotenen Plakette dürfte es sich um ein einzigartiges Unikat handeln.